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Krankheit
als Weg (Dethlefsen / Dahlke) Der
Körper ist niemals krank oder gesund, da in ihm lediglich die Informationen des
Bewusstseins zum Ausdruck kommen – der Körper tut nichts aus sich selbst
heraus! Symptome
sind nicht einteilbar in somatische und psychische, schon gar nicht ist der
Ausdruck „Geisteskrankheiten“ zulässig. Das
Symptom darf nicht verhindert sondern muss überflüssig gemacht werden. Die
Fragestellung an den Patienten lautet daher: Was fehlt ihnen, was haben Sie? Krankheit
ist ein Weg aus dem Unheil ins Heil. Polarität
und Einheit Das
Ego des Menschen macht es ihm unmöglich Einheit oder Ganzheit wahrzunehmen, zu
erkennen oder auch nur sich vorzustellen. Sein Verstand zerlegt die Wirklichkeit
ständig in Einzelstücke um dann zwischen den Stücken zu entscheiden. „Ja“
zum Einen heißt automatisch „nein“ zum anderen Teil. Wenn der Mensch
„Ich“ sagt grenzt er sich bereits ab von allem, was er als „Nicht-Ich“,
als du empfindet – und damit begibt er sich in die Polarität. Krankheit
ist Polarität, Heilung ist Überwindung von Polarität. Hinter
der Polarität steht das All das alles umschließt, das alles umfassende Eine.
In der Einheit gibt es keine Veränderung, Wandlung oder Entwicklung, denn sie
unterliegt weder Zeit noch Raum. Diese Einheit aber können wir uns nicht
vorstellen. Die
aus der Polarisierung entstehenden Teile sind wie zwei Pole zwischen denen
Spannung herrscht. Nimmt man einen weg, verschwindet auch der Andere. Es gibt
also eine hohe Abhängigkeit zwischen den beiden Polen (Gegensätzen), was
beweist, daß hinter ihnen eine Einheit steht, die wir aber als solche in ihrer
Gleichzeitigkeit nicht wahrnehmen können. Die früheren Kulturen hatten das
Problem nicht so stark ausgeprägt wie einige Vokabel zeigen: ·
Altus (lat.) =
„hoch“ als auch „tief“ ·
Pharmacon (griech.) =
„Gift“ als auch „Heilmittel“ Die
Polarität erleben wir subjektiv im Wechsel zweier Bewusstseinszustände: Wachen
und Schlafen. So sprechen wir auch oft von einer Tag- und einer Nacht-Seite
unserer Seele. Die
Polarität bedingt so auch die Teilung unseres Bewusstseins in Ober Bewusstsein
und Unbewusstes. In der Neuzeit unterscheidet man ein weiteres nämlich das
Unterbewusstsein. Es entsteht so das Bild des geschichteten Bewusstseins.
Der
Mensch grenzt sich durch sein ICH vom Allumfassenden
(Kreis) ab, wodurch sein begrenztes Oberbewusstsein
entsteht. Dadurch hat er keinen Zugang mehr zum restlichen kosmischen
Bewusstsein - Es ist ihm unbewusst.
Die Trennlinie zwischen dem Oberbewusstsein und dem Unbewussten ist eine
Trennschicht die wie eine Membran nach beiden Seiten durchlässig ist (Unterbewusstsein).
So können Inhalte von oben nach unten (vergessen) und von unten nach oben (Träume,
Visionen) wandern. Der
Zustand der Erleuchtung wäre erreicht, wenn die Grenze, dass Unterbewusstsein,
wegfallen würde. „Ich (Oberbewusstsein) und mein Vater (Unbewusstes) sind
eins“. Der
Aufbau des Hirns folgt dem Plan der Polarität. Die beiden Gehirnhälften
unterscheiden sich in ihrer Funktion und ihrem Leistungsbereich. Die
linke Hemisphäre („Verbale Hemisphäre“): Logik,
Struktur der Sprache, Lesen, Schreiben, analytisch, rational, Zahlen, Rechnen,
Zeitempfinden Die
rechte Hemisphäre: Ganzheitliche Erfassung von Zusammenhängen, lediglich
archaische Sprachformen die eher Klangbildern und Assoziationen folgen,
Analogiedenken, Bild- und Traumdenken Je
nach Anlass ist die linke oder rechte Gehirnhälfte dominant, hat aber jederzeit
Informationen von der subdominanten Hälfte zur Verfühgung. Diese polare
Spezialisierung denkt sich mit uralten esoterischen Polaritätslehren:
Es
ist leicht einzusehen, wie un-heil ein Mensch wäre, wenn er nur eine Hirnhälfte
besäße. Heute herrscht die linke Gehirnhälfte in unserem Weltbild vor. Die
rechte Gehirnhälfte wird bedeutend weniger geschätzt. Verliert
man nun aus dem Auge, dass Heilung immer Annäherung ans Heilsein im Sinne der
Einheit bedeutet, dann versucht man, das Ziel der Heilung innerhalb der Polarität
zu finden – und das führt garantiert zum Misserfolg. Innerhalb
der Polarität gibt es kein absolutes gut oder böse, richtig oder falsch. Jede
Wertung ist subjektiv. Die Lösung liegt darin, alle Alternativen als gleich gut
und richtig bzw. gleich böse und falsch zu betrachten, d.h. in Richtung Einheit
zu sehen und zu gehen. Es gibt also gar nichts zu verbessern, außer der eigenen
Sichtweiße. Das
Komplementärprinzip Verhindert
die Polarität die Einheit in ihrer Gleichzeitigkeit, so wird diese über die
Zeit wieder hergestellt, indem jeder Pol durch die Nachfolge seines Gegenpols
ausbilanziert wird. Sie sorgt für das Gleichgewicht der Pole. Es ist unmöglich
einen Pol zu behalten während man den anderen aus der Welt schafft. Man will
Gesundheit und bekämpft Krankheit. Wir müssen lernen, oszillierend polar zu
denken, indem wir beide Pole nacheinander immer wieder betrachten! Denn wenn wir
versuchen einen Pol zu nähren, wächst ungesehen der Gegenpol proportional mit!
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